Die Chance

Ich spüre dass etwas kommen will, sich mir etwas anbietet, ja schon fast aufdrängt und doch nehme ich meine Chance nicht war und lasse sie einfach vorüberziehen.

Ich möchte so gerne Chancen nutzen sie nicht, wie der wartende Adler, der hungrig ist, eine Maus erspäht und sich denkt: „Nein, ich warte noch ab“, ignorieren.

Was will der Adler?

Will er eine größere Beute haben, meint er „für diese kleine Maus starte ich keinen Steilflug“!?

Als nächstes entdeckt er eine Ratte!

Der Adler dreht in höchsten Höhen, hungrig aber erhaben seine Kreise, denkt sich: „Nein, ich warte noch ab“.

Anschließend taucht ein Hase auf, und und und, die Alternativen werden immer attraktiver – doch er denkt sich: „Nein, ich warte noch ab“.

Was will der Adler, eigentlich??

Auf was wartet der Adler, er hat doch Hunger!?

Er spürt seinen Magen, spürt das die Kräfte schwinden!?

Wartet er darauf, dass die Mäuse fliegen lernen!?

Das wäre ihm natürlich am Liebsten, doch was dann!?

Er würde höher, schneller, weiter fliegen, weil er sicher wieder denkt: „Nein, ich warte noch ab“.

Irgendwann muss der Adler dann doch Notlanden, weil ihm allmählich die Kräfte verlassen. Blöd, dass zu dieser Zeit wahrscheinlich keine kleine Maus oder eine Ratte oder ähnliches auf ihn wartet und auch nichts kommen wird. Welche Maus ist schon so dumm und läuft dem Adler direkt in den Schnabel!?. Kräfte getankt, aber hungrig, erhebt er sich wieder in die Lüfte. Am höchsten Punkt angekommen dreht er weiter seine Runden. Es ist sehr schön, da oben! Man hat alles im Blick, man kann alle Höhen und Tiefen überblicken. Das alles bringt aber nichts, wenn der Adler Hunger hat.

Er kann es nicht einmal genießen, er denkt ja sicher nur an die Maus!?

Es müsste ihn etwas oder jemand zwingen den Steilpflug anzusetzen. Aber wer kann das tun? Welches Tier, wer kann einen Adler dazu bringen zu Landen. Nichts und niemand, er muss es ganz alleine machen. Er muss sich entschließen die Flügel einzuklappen und die Chance nutzen die sich ihm bietet. Und zwar nicht irgendwann, sondern dort wo sie auftaucht zu dem Zeitpunkt wo sie erscheint. Zielgerichtet und schnell würde er dann angreifen.

Welcher Gedanke könnte den Adler also dazu bringen?

Wahrscheinlich merkt er irgendwann, dass es sehr langweilig ganz alleine hier oben ist. Das Leben, der Genuss, die Beute alles spielt sich unten ab. Klar fällt der große Überblick weg und man sieht nicht Höhe und Tiefe mit einem Blick, sondern jeweils Einzeln. Man erlebt die Höhen und erlebt die Tiefen. Aber man erlebt!!!!!

…. oder weil er muss! Weil er weiß, weil er spürt, er kann nicht auf immer und ewig alle Alternativen ausschlagen. Irgendwann kommt der Punkt wo er die Flügel einklappt und in die Tiefe schießt.

Dem Adler ist bewusst, dass er die Möglichkeit hat sich auch zwischen durch immer wieder in luftige Höhen zu begeben und den weiten Blick zu Orientierung zu nutzen. Das lässt ihn auch die Entscheidung zu landen leichter treffen.

Aber den Weg muss er selber einschlagen und er könnte es sich wesentlich einfacher machen. Wenn er gleich beim ersten Mal zuschlägt und Chance nutzt und genießt!

 

Darum entschließe ich mich jetzt nicht ab zu warten, ich gehe zielstrebig, mit Genuss meinen Weg und erfreue mich am Erleben!